heterorealismus lässt sich in zwei sätzen zusammenfassen:
ich akzeptiere die realität – aber ich respektiere sie nicht!
und
ich akzeptiere deine realität – vielleicht verachte ich sie;
aber: lass uns reden.
der jüdische gelehrte martin buber sagte einmal, er würde etwas an der wirklichkeit zeigen, was bisher zu wenig gesehen wurde.
heterorealismus dagegen beschreibt in der nachbar*innenschaft zur normativen realität die ihr immer schon gleichzeitigen anderen realitäten, die in den herrschenden realitätsdiskursen jedoch schlicht ausgeblendet werden.
heterorealismus ist kein ausschließliches, aber ein zutiefst feministisches projekt.
und anarchistisch. er bringt die perspektiven derer zu bild, gestalt, ton und sprache, die immer schon marginalisiert worden sind, ohne etwas absolut zu setzen.
und gibt den dingen ihre rechte zurück.
heterorealismus ist kein kampf, sondern eine etablierung: take it or leave it!

skizze von paul françois martín

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