ein inparisverliebtgedicht

un petit café noir an jedem morgen 
immer schmeckt er bitter wie 
der abschied der mir droht
mein blick ruht nur auf ihr wie sie 
jongliert mit tassen und mit wünschen
wie ich mit illusionen

ein fest die straße für die augen 
für viele tage sehe ich mich satt 
und selbst das rosarot vor dem café  

wird durch die eleganz verzeihlich
mit der sie sich das feuer geben lässt

gott selbst trägt hier nur hohe schuhe 
und wirkt auf fremde maßlos arrogant

ich bin von ihrer schnippischkeit gefangen
sie würdigt mich nicht eines blicks
und ich ich weiß genau sie weiß
wie sehr ich sie begehre 

doch sie spielt nur ihr spiel mit mir 
mit mir und meinen träumen
hätte lust auf einen tanz
doch nur nach ihren regeln

die tage in museen auf den gassen
am abend dann mit rotem wein
im le petite louise 
bin ich verliebt und 
fernwehsehnsuchtsschwer
bei dem gedanken an den gare l‘est
und an den zug zurück