
mein erster gedichtband war der versuch einer sprachfindung. zum größten teil im jahr 1 der corona-pandemie entstanden – sind die texte ein tasten, um nicht ins schweigen zu fallen im lärmen all derer, die immer schon alles wissen.
sie waren ein fragen und suchen. und ein versuchen. mit den gedichten habe ich eine stimme gefunden für mich und für ein neues weltverhältnis. das schreiben hatte – und hat bis heute – etwas therapeutisches in der distanz des wortes, das sich öffentlich macht und mir dann gleichsam als fremdes wieder gegenüber tritt und etwas zu sagen hat oder etwas zeigt.
wenn stimmt, was jan skácel sagt – dass gedichte nicht erfindbar sind, dass dichter*innen das gedicht finden – stimmt auch, dass die gedichte uns finden; in ihnen etwas zu uns kommt. egal, ob wir sie schreiben oder lesen. dass sie uns in ein gespräch verwickeln, aus denen wir nicht als die gleichen herausgehen. dass sie uns fremd werden und wir uns in der beziehung zu ihnen verändern.
das war meine erfahrung mit den gedichten, die nun in »mein lavendel trägt schwarz« vorliegen.
das buch ist als ebook für 7.99 € oder gedruckt für 10.95 € im handel erhältlich.




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